Beistellbett bauen

Wir werden bald Eltern. In der Situation möchte man das neue Familienmitglied natürlich nicht einfach irgendwo im Kinderzimmer parken. Daher haben wir ein Beistellbett gebaut.

Materialbeschaffung und Zuschnitt

Alles fing mit dem Abholen der Platte an. Unser Anhänger hat ein Innenmaß von 1,4 x 2,5m, die Platte hat mit 1,25 x 2,5m genau reingepasst. 

Die Klappen gingen gerade so zu

Die Schnitteinteilung habe ich so festgelegt das mit der GKS 12V-26 eine erste Aufteilung vorgenommen werden kann. Danach wird der Plattenabschnitt auf die Formatkreissäge gehoben und der Zuschnitt von Bodenplatte und Wänden durchgeführt.

Der Platz in der Werkstatt reicht noch aus.

Für die Eckpfosten habe ich mit dem Elektrohobel und einer Stationärvorichtung Dachlatten ausgehobelt. Auch das Holz für die Brüstungsleiste sind ausgehobelte Dachlatten.

Bearbeitung der Einzelteile

Damit die Matratze des Beistellbettes ordentlich durchlüftet werden kann, wird die Bodenplatte noch zwei- dreimal gelocht. Dazu wird zuerst ein 96mm Raster auf die Platte gezeichnet.

Zum Bohren wird der größte Forstnerbohrer den ich habe, ein 35mm Forstner, eingesetzt. 


Unter dem Schrauber ist ein Wireless Charging Ladegerät zu sehen. Dieses kann den Akku auch im Gerät laden, so dass man in Arbeitspausen schnell nachladen kann. Das hat sich bewährt und lädt den Akku während ich umspanne und die Kanten abrunde. Damit das Holz der Tischlerplatte nicht ausreißt, ist ein Opferholz unter die Platte gespannt. Die Bodendüse des Saugers liegt dort damit beim Bohren zumindest ein Teil gleich abgesaugt werden kann.

Die Bohrungen werden nebenbei alle mit einem 6mm Radius versehen.


Nach dieser Fleißarbeit werden auch die Seitenbretter und die Rahmenhölzer angefast. und gebrochen. Mit etwas Konzentration geht es auch ohne Frästisch, mit der GKF 12V-8, freihand.

Für die Verbindungen eignen sich bei Plattenmaterial die Lamello Flachdübel. Ich habe die Größe 10 genommen, die 18mm Platte geht aber auch mit 20er. Zusammengehörige Teile habe ich mit den Referenzflächen aneinander gespannt, so vermeide ich Konzentrationsfehler beim fräsen. Die Platten sind etwas nach hinten versetzt, damit Sie später mittig in den Eckpfosten sitzen.

Fräsen der Dübel für die Längsseite.

Montage

Das Beistellbett wird erstmal ohne Leim zusammengesteckt.

Die Brüstung fehlt noch.

Für die Brüstung benutze ich 8mm Runddübel

Als Nächstes wird alles auseinandergenommen. Die Brüstung habe ich erst im Ganzen ohne die Bodenplatte verleimt, im zweiten Schritt dann alles auf die Bodenplatte geleimt.

Bau des Fußes

Nachdem das eigentliche Beistellbett jetzt fertig montiert ist, benötigt es natürlich noch ein Fußteil. Wir wollen es als soggenanten Babybalkon direkt ans Bettgestell unseres Bettes anhängen. Daher muss ich nur einen Fuß bauen. Auf den Zetteln kann man noch die Berechnungen sehen, Winkelfunktionen können schon nützlich sein. Auf der Kappsäge sind die gehobelten Hölzer dann schnell gesägt.

Auch hier wird wieder geleimt und nicht geschraubt. Dazu werden die Paarungen zusammengelegt und in einem Stück gebohrt. Danach wird das ganze wieder mit Dübeln verleimt.

Die einzigen Schrauben werden Die sein, die den Fuß an der Bodenplatte festhalten. Nachdem ich den Fuß ausgerichtet und festgespannt habe, werden die Schrauben von Hand angesetzt und dann ganz eingedreht. Für die Bohrungen habe ich vor der Montage des Fußes schon vorgebohrt.

Der Winkelkopf des GSR 12V-15 FC ist hier wieder eine Hilfe.

Damit das Bett am Rahmen hängt und nicht zur Seite wegkippt, werden in die Platte noch zwei Winkel eingelassen.

Endbehandlung/Lasur

Nach der letzten Stellprobe wird das Bett noch weiß lasiert. Unter den Fuß und an die Haken kommen noch Filzgleiter. Vor dem lasieren habe ich alle Flächen noch mit P180 geschliffen. Nach der ersten Lage erfolgt ein händischer Zwischenschliff in Faserrichtung mit P240. Die letzten stehenden Fasern habe ich nach der zweiten Lage mit P600 gebrochen. So ist die Oberfläche schön glatt.

Fertiges Beistellbett

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