Hochbeet bauen

Meine beste aller Ehefrauen wünscht sich ein Hochbeet. Den Standort hatten wir schnell festgelegt, so auch die Größe. Das Material war zum großen Teil von der Baustelle übrig.

Materialbeschaffung

Wir hatten von der Sanierung noch jede Menge Bohlen übrig die mir ein befreundeter Schreiner durch Hobel und Anrichte seiner Firma in Form gebracht hat. Die waren nämlich ganz schön verdreht.

Jetzt lag der Stapel Bohlen hübsch unterm Carport und durfte eine Runde über die Kappsäge drehen.

Verarbeitung

Nach dem Sägen stand dann das schleifen der Flächen, die nicht mit weggehobelt wurden weil es zu verdreht war an. Der neue Schleifer, den ich zum Abranetjubiläum gewonnen habe, macht richtig Spaß. Im Anschluss habe ich alle Kanten angefast damit das Wasser dort nicht stehen bleibt.

Nachdem nun die Bohlen fertig waren, hat meine Frau sie grundiert. Wir wollten gerne den klaren Holzlook behalten, daher wurde keine Lasur aufgetragen.

Vorbereiten des Stellplatzes

Als nächstes mussten die Einschlaghülsen in den Boden.

Mit dem Fäustel zum Ansetzen und dem Vorschlaghammer zum Eintreiben war das kein Problem, wir haben Gott sei Dank keinen steinigen Boden. Unsere Kantholzreste waren zu breit, also habe ich unten einen Teil mit dem Elektrohobel angepasst. Der GHO 36-82 ist zwar schon etwas älter, hat über die Aufgabe aber auch nur geschmunzelt.

Die Flächen wurden noch geschliffen und die Kanten mit der neu eingetroffenen GKF 12V-8 verrundet. Die Maschine ist ideal für solche kurzen Einsätze.

Aufstellen des Hochbeetes

Nachdem die Kanthölzer gepasst haben, habe ich mit den Bohlen angefangen. Die Bohlen sind untereinander und absolut im Wasser, dazwischen habe ich mit zwei Stücken Schrankrückwand eine 5mm Fuge gelassen. Die Bohlen hab ich mit dem Famag Bohrsenker vorgebohrt und auch gleich gesenkt. Angeschraubt wurden Sie mit Spax, die der “kleine” GDR 12V-110 mal eben versenkt und die Bretter dabei auch geradegebogen hat. Der Drehshlagschrauber hat aber auch 110Nm Drehmoment.

Wetterschutz und konstruktiver Holzschutz

Um die Stirnseiten der Kanthölzer zu verdecken, werden Eckbretter angesetzt. Die Stirnseiten sind die Stellen, an denen am leichtesten Wasser tief ins Holz kann und dort dann die Fäulnis anregen kann. Die Bretter sind auch Holzreste, die wir beim Rückbau im Haus aufgehoben haben. diese sehen erstmal nicht so schön aus, aber das ist ja nichts was man nicht hinbekommt. An der Unterseite haben die Bretter einen Winkel bekommen damit das Wasser weiß, wo es abzutropfen hat.

Dann wurde wieder geschliffen und die Ecken verrundet. Die Wölbung der Bretter stört uns nicht weiter, also wurde nur sauber geschliffen und mit der Tauchsäge besäumt.

Die Bretter werden jetzt angeschraubt. Dabei wird die lange Seite unten nach vorne gemacht, so dass das Wasser weg von den Wänden tropft.

Was jetzt noch fehlt, ist ein Rahmen, der oben aufliegt. Dieser soll die Oberkante optisch verbessern. Er soll aber auch die Stirnseiten der Kanthölzer vor stehendem Wasser schützen und als Ablage dienen. Dafür wurden wieder Holzreste verwendet. Diese sind auf einer Seite und den Kanten gestrichen, also wird die andere Seite hübsch geschliffen und die Kanten gesäubert. Die Ecken haben wir auf Gehrung geschnitten, die Kanten alle verrundet.

Da das Wasser ja weg soll, werden auf der Unterseite innen und außen Hohlkehlen eingefräst. Zusammen mit der Rundung der Kante ergibt sich eine Tropfkante, die wieder vorgibt wo der Tropfen fällt.

In die Eckverbindung kommen Lamellos, danach kann geleimt und gezwungen werden. Da ich die Hülsen nicht ganz genau eingeschlagen hatte, mussten die Ecken markiert werden da jede einen anderen Winkel umschließt

Dann können die Lamellos eingefräst und eine Trockenprobe gemacht werden.


Das ganze wird mit D4 Leim verleimt, dieser ist wasserfest auch gegen stehendes Wasser und quillt auf um Lücken zu schließen. Ich brauche dringend die Zwingenverbinder von Wolfcraft, diese waren zur Verleimung aber noch nicht da.

So kann das ganze jetzt trocknen.

Nach dem trocknen hat meine Frau das ganze mit dem Rest der Lasur aus dem Outdoorsofa Projekt gestrichen. Befestigt wird der Rahmen mit ein paar Taschenlochschrauben.

 

Da die Bretter schmäler sind als die Kanthölzer, müssen in die Ecken noch Dreiecke. Dazu habe ich wieder einen Rest genommen, angehalten und den Winkel markiert. Dann mit der GKS 12V-26 abgesägt. Wichtig war hier wieder, alle Ecken klar zu bezeichnen.

Hier sieht man wieder die Farbreste die noch weggeschliffen werden müssen. Danach wurden die Kanten verrundet und sowohl im Rahmen als auch in den Dreiecken die Lamellos eingefräst.

Lamellos einleimen:

Dreiecke Einleimen. Hier sieht man, dass die Kanthölzer wesentlich breiter sind. Das Schlimmste ist aber abgedeckt.

Dann wurden die Ecken noch beigestrichen.

Endergebnis

Zum Innenleben:

Wir haben den Rasen im Beet entfernt und auf den Boden verzinkten Hasendraht gelegt. Die Wände wurden mit einer Noppenfolie, die man normalerweise um das Haus legt, vom Erdreich isoliert. Jetzt muss nur noch Erde und Kompost in den Kübel und das Beet kann bepflanzt werden.

 

2 Antworten auf „Hochbeet bauen“

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